Einweihung 10.6 (2) (Small)
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Dorfkirche in Berkholz

Die Geschichte der Renovierung der

Dorfkirche Berkholz- Meyenburg

1887 erbaut, 1920 renoviert und dann durch Vernachlässigung und unter den Einflüssen der Witterung, die fast ein halbes Jahrhundert ungehindert auf den dörflichen Sakralbau einwirken konnte, ist die Dorfkirche Berkholz allmählich zu einer, der Öffentlichkeit unzugänglichen und innerlich wie äusserlich stark lädierten Steinhülle geworden.

Die Rettung und Wiederbelebung der Kirche zu Berkholz ist seit seiner Gründung am 9. November 1994 Zentrum des Schaffens des Dorfgemeinschaftsvereins Berkholz- Meyenburg e.V.

Frau Elisabeth Bibrack gründete diesen zur Rettung der Kirche mit dem dann alles begann. Sie tat auch gleich den ersten Schritt und zwar mit Besen und Eimer. Jedoch war allen bewusst, dass es grosse Mühen kosten würde, die Kirche wieder vollständig herzurichten.

Der Dorfgemeinschaftsverein trug zehn Jahre lang in vielen kleinen und grösseren Schritten unermüdlich Gelder für die Restauration zusammen. Es wurden Kunstmärkte veranstaltet, sowie Kuchenbasaren bei Dorffesten organisiert, deren Erlöse gingen alle in den Sanierungstopf, ebenso die Spenden bei Konzerten in der Kirche. Hierbei darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Verein bei allen Aktionen von vielen Dorfbewohnern mit Kuchenspenden und praktischer Hilfe unterstützt wurden. Ein erheblicher Teil der Mittel wurde auch von Sponsoren erbracht.

Zuerst wurde 1996 vom Dorfgemeinschaftsverein der Einbau einer neuen Kirchturmuhr finanziert. Das Schlagen der Uhr war von nun an ein Signal an die Bewohner der Umgebung: Wir bleiben dran!

Die nächste Aktion war der Ersatz der Wandleuchter im Kirchenschiff und die Erneuerung der Fenster in der Winterkirche.

Jetzt konnten in der Kirche schon kleine kirchliche Veranstaltungen durchgeführt werden.

Aber dies war bei Weitem nicht genug. Die Kirche musste von Grund auf saniert werden, um sie vor dem Verfall zu retten.

Der Dorfgemeinschaftsverein beauftragte deshalb das Planungsbüro ALV, B. Krassuski mit der Erstellung einer Planungsunterlage, aus der; der Zustand des Gebäudes, die erforderliche Massnahmen, Konstruktionsunterlagen als auch die Kosten für die Sanierung, hervorgingen.

Auf diesen Grundlagen konnte ein Finanzierungsplan aufgestellt werden. Dieser musste ausweisen, welche Ressourcen zur Ausführung des Restaurierungsvorschlages vorhanden waren und welcher Betrag durch Fördermittel erbracht werden musste.

Diese Mittel wurden durch die Kirchengemeinde und Frau Krassuski beantragt.

Die Restaurierung der Berkholzer Kirche wurde im Einzelnen von folgenden Beteiligten gefördert;

  • vom Land Brandenburg – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur,
  • Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz,
  • vom Landkreis Uckermark - Untere Denkmalschutzbehörde,
  • vom Amt für Flurneuordnung Prenzlau,
  • von der Bundesagentur für Arbeit – Arbeitsamt Schwedt,
  • vom Dorfgemeinschaftsverein Berkholz- Meyenburg e.V.,
  • von der Gemeinde Berkholz- Meyenburg,
  • vom Kirchenkreis Angermünde,
  • von der Evangelischen Kirche in Berlin, Brandenburg, schlesische Oberlausitz – Kirchliches Bauamt
  • sowie von vielen lokalen Sponsoren.
  • Mit deren Zusagen kam das grosse Vorhaben der Renovierung ins Rollen.

An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, der Erfolg des Vorhabens wurde massgeblich durch den Einsatz von Frau Krassuski (Architektin) und ganz besonders Pfarrer Gunter Ehrlich (Gemeindepfarrer) zu Stande gekommen ist.

Massnahmen des

    • Bauabschnitts ( 2002)

Aussen:

  • Komplette Sanierung des Dachstuhles
  • Dacheindeckung mit Schieferplatten
  • Erneuerung der Wetterfahne und des Blitzschutzes
  • Überarbeitung der Mauerkronen und des Traufgesimses
  • Komplette Überarbeitung der Verfugung Backsteinmauerwerk Kirchenschiff

Innen

  • Sicherung der Inventarien
  • Auslagerung des Kirchengestühls
  • Einbau einer Arbeitsbühne (Unterdecken Balkenlage)
  • Bekämpfung von Holzschädlingen (Heissluftverfahren) und vorbeugende Holzschutzmassnahmen des Dachstuhles
  • Instandsetzung der kompletten Balkenlage
  • Überarbeitung/ Ergänzung der Putzdecke

Massnahmen des

2. Bauabschnitts (2003)

 

Kirchenschiff:

  • Instandsetzung / Reparatur der historischen Bleiglasfenster des Kirchenschiff
  • Reparatur Maßwerk
  • Einputz- und Malerarbeiten an den Fenstern Schiff
  • Überarbeitung der Aussen- und Innentüren
  • Fertigstellung der Putzarbeiten innen
  • Instandsetzung der Winterkirche
  • Holzschutzmassnahmen des Gestühls
  • Restaurierung /Ergänzung der Ausmalung im Schiff

Turm

  • Verfugungs- und Mauerarbeiten an der Fassade
  • Turmfenster überarbeiten
  • Instandsetzung des Turmhelmes
  • Erneuerung der Schieferdeckung Turm
  • Sanierung der Turmbekrönung
  • Erneuerung der Blitzschutzanlage
  • Sanierung der Balkenlage
  • Überarbeitung der Innenputzes
  • Überarbeitung der Turmtreppen

Aussenbereich / Zugangswege:

  • Beräumung des Aussenbereiches
  • Erneuerung der Einfassung Eingangswege
  • Überarbeitung der Einfriedung und der Torpfeiler)

Nach Ablauf des 2. Bauabschnittes konnte die Kirche bis auf den Endausbau der Winterkirche komplett saniert übergeben werden.

Massnahmen zur Herstellung

Von Räumlichkeiten für die

Dorfgemeinschaft ( 2005 )

 

Die Kirche war nun baulich und konstruktiv komplett instand gesetzt.

Für die erweiterte zukünftige Nutzung als Begegnungsstätte des Dorfes wurden deshalb noch folgende Massnahmen durchgeführt:

 

Herstellung von Räumlichkeiten für die Winterkirche

  • Beheizung der Winterkirche
  • Einbau einer Toilettenanlage
  • Ausstattung einer Teeküche
  • Installation von Sitzbankheizkörpern im Kirchenschiff

Am 10. Juni 2005 wurde die renovierte Kirche feierlich wieder eingeweiht.

 

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