Dorfkirche in Berkholz

Einweihung 10.6 (2) (Small)
Orgel Berkholz (3) (Small)

 

Beginn der Wiederbelebung der Berkholzer Orgel

mit einem Benefizkonzert am

17. Juni 2007

 

 

Aufstellung der bisherigen Aktivitäten:

17. Juni 2007:

Wir wissen nicht genau, wann die Orgel in der Berkholzer Kirche zum letzten Mal erklungen ist. Vielleicht schon seit 1945 nicht mehr. Nachdem nun die Kirche saniert ist, wird es Zeit die Orgel wieder zum Leben bzw. zum Klingen zu erwecken. Das vermutlich mit dem Bau der Kirche Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Instrument, das von dem Stettiner Orgelbauer Grüneberg stammen könnte, wurde später von der Firma Gerbig aus Eberswalde umge baut.

Das zweimanualig Werk hat folgende Register (Klangfarben durch verschieden gestaltete Pfeifen):

I. Manual: Gedackt 8’, Prinzipal 4’, Spitzflöte 4’, Waldflöte 2’

II. Manual: Quintatön 8’, Salicional 8’, Rohrflöte 4’, Oktave 2’ und Quinte 1 1/3’.

Pedal: Subbass 16’, Choralbass 4’

Die Angaben in der alten Masseinheit Fuss besagt etwas über die Grössen der Pfeifen und damit über ihren Tonlage.

Nun soll der Startschuss gegeben werden, um das Instrument wieder bespielbar zu machen.

Der erhebliche Aufwand muss kalkuliert werden und unter Hilfe von Orgelsachverständigen festgestellt werden, wie genau die Wiederspielbarmachung des Instrumentes erfolgen kann. Denn damit legt sich auch der finanzielle Aufwand fest.

Der Gemeindekirchenrat hat beschlossen, dies nun anzugehen und hat dankbar die Bereitschaft von Herr Bibrack angenommen, als Orgelbeauftragter der Kirchengemeinde alle Aktivitäten diesbezüglich zu koordinieren.

Das Benefizkonzert am 17. Juni ist der offizielle Start unserer Aktion zur Wiederbelebung der Berkholzer Orgel.

Der Erlös geht zugunsten dieses Zweckes! Helfen Sie mit.

19. November 2007:

Erste Inaugenscheinnahme der Orgel durch den Orgelsachverständigen der Ev. Kirche Brandenburgs Herrn Prof. Klaus Eichhorn.

Ziel ist festzustellen; was ist vorhanden, was davon ist in welchem Zustand und ist eine Wiederbespielbarkeit machbar und sinnvoll.

Als grundsätzliche Aussage gilt; die Orgel ist zwar kein Werk eines berühmten Orgelbauers, aber auf alle Fälle sollte sie als Kulturgut unserer Kirchengeschichte erhalten werden.

Herr Prof. Eichhorn erarbeitet z.Zt. ein ausführliches Gutachten für unsere Orgel.

11. März 2008:

Besichtigung der Orgel durch einen Orgelrestaurateur zur Erstellung eines Angebotes.

11. April 2008:

Eingang eines Angebotes mit folgenden Aussagen:

Die Orgel wurde 1887 von dem Berliner Orgelbauer Albert Lang erbaut.                     (Zeichen in der Orgel: A L 87)

Ursprünglich war sie eine rein mechanisch Orgel mit Doppelscheifenwindlade mit 10 Registern für zwei Manualen und Pedalwindlade mit zwei Registern.                                     Über die originale Disposition liegen z.Zt. keine Angaben vor.

Zu einem späterem Zeitpunkt wurde die Orgel durch die Firma Gerbig aus Eberswalde umgebaut, , zu einer Ausführung mit zwei Kegelladen mit je 5 Registern mit gemischter mechanischen und pneumatischer Traktur; unter Beibehaltung des Pedalwerkes, und in der oben genannten jetzt vorhandenen Disposition.

Der allgemeine Zustand der Orgel zeigt Verschleiss, Undichtigkeiten und Holzwurmbefall an vielen Teilen. Grundsätzlich ist aber eine Wiederbespielbarkeit technisch machbar und diese Reparatur wurde angeboten.

Für eine komplett Restaurierung der Orgel auf den ursprünglichen Zustand, fehlen zu viele Informationen und würde einen viel höheren finanziellen Aufwand erfordern.

Die Berkholzer Kirchengemeinde will nun, in Absprache mit den zuständigen Stellen der Ev. Kirche Brandenburgs eine Instandsetzung nach den oben genannten Vorschlag in Angriff nehmen.

10. September 2008:

Besichtigung der Orgel durch den Orgelsachverständigen der EKBO: Herrn Hannes Ludwig gemeinsam mit Herrn Pfarrer Ehrlich, zur Erstellung des erforderlichen Gutachtens für die weitere Vorgehensweise zur Erlangung der Wiederbespielbarkeit .

2. Oktober 2008:

Eingang des Gutachtens von Herrn Hannes Ludwig.

Die wenigere gute Nachricht zu erst:                                                     Die von der Kirchengemeinde ins Auge gefasste Reparatur der Orgel in der vorhandenen Ausführung ist nicht sinnvoll. Die nachträglich eingebaute gemischte Traktur von mechanisch und pneumatisch ist schlecht bespielbar und sehr anfällig. Außerdem ist die Disposition der einzelnen Register nicht besonders klangvoll.

Die zweite Nachricht lautet:                                                              Ein Rückbau der Orgel auf die ursprüngliche, 1887 von der Berliner Orgelbaufirma Albert Lang erstellte Ausführung mit einer Doppelschleifenwindlade würde die oben genannten Probleme beseitigen. Gleichzeitig würde eine Änderung der Disposition der Register auf die Ursprungsform eine klangliche Verbesserung bringen.                                                  Eine Rekonstruktion sollte sich dabei an der überlieferten Disposition der bereits unwiederbringlich verlorenen Lang- Orgel in Prenzlau orientieren.

Folgende Disposition wäre denkbar:

Manual I (C-f3)

Prinzipal

8’

Rohrflöte

8’

Salicional

8’

Octave

4’

Spitzflöte

4’

Quinte

2 2/3’

Octave

2’

Manual II (C-F3)

Viola di Gamba

8’

Gedact

8’

Flauto dolce

4’

 

 

Pedal (C-d1)

Subbaß

16’

Violon

8’

 

Manualcoppel, Pedalcoppel

Dazu bemerkt Herr Hannes Ludwig:

Eine Rekonstruktion der Orgel würde die Kirche wieder als Gesamtkunstwerk erfahrbar werden lassen, denn das neogotische Prospekt der Orgel bezieht sich direkt auf die Altar und Kanzel und die Kirchenschiff- Ausmalung, bildet also eine Einheit.                                        Klanglich auf den Zustand von 1887 gebracht, würden sich insbesondere die Werke der Romantik mit den rekonstruierten, grundtonbezogene Disposition, sowie warm und rund klingenden Registern sehr gut darstellen lassen. Der Kirche wäre die größte erhaltene Lang- Orgel der Uckermark wiedergegeben; sie würde so zum Anziehungspunkt für Musikliebhaber und Touristen.

Wir haben nun verschiedene Orgelbaufirmen beauftragt für beide Variante Vorschläge zu erstellen und einen Kostenüberblick zu geben.

 

24. November 2008

Es liegen die ersten Angebote vor.

Reparatur der Orgel in der derzeitigen Ausführung: ca. 20- 30000 €

Rekonstruktion der Orgel:                       ca. 70- 80000 €

Diese Angebote sind noch nicht abgestimmt und bedürfe noch einiger Prüfungen und Absprachen, geben aber einen ersten Anhaltspunkt über den Umfang unseres Projekts.

Im September 2009

Da die Kosten sehr hoch sind, sehen wir im Augenblick keine Finanzierungsmöglichkeiten. Trotzdem hoffen wir, mit Hilfe von Spenden und Unterstützung aller maßgeblichen Stellen, dass die Orgel eines Tages wieder erklingt.

 

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